2. Woche: Grenzen überwinden

Written on 20.07.2019 by Frederike Schneider
Team: Georg-Hipp-Realschule
Municipality: Kreis Pfaffenhofen a.d.Ilm

Grenzen beim Fahrradfahren gibt es einige, vor allen Dingen aber die Wetterlage. Ist es zu windig, ist der Tritt in die Pedale mehr als anstrengend, regnet es, bekommt man nasse Schuhe, gibt es Schnee, so wird die Strecke zu einer Rutschpartie. Das perfekte Radelwetter - dass müsste man mal haben.....(....darauf kann man lange warten).

Bevor ich mich entschloss Stadtradel-Star zu werden, habe ich mich auch von der Wetterlage beeinflussen lassen. Auch, wenn die Unempfindlichkeit wächst und mir Wind und ein paar Tropfen nichts ausmachen, war der tägliche Blick aus dem Fenster und die Überlegung: "Fahr ich oder fahr ich nicht" präsent. Oft sah es auch nach schlechtem Wetter aus, eben genau diese Tage, an denen der Himmel in grau gemalt ist. War ich aber erstmal auf dem Fahrrad, habe ich meistens gemerkt, dass es gar nicht so schlimm ist, eher im Gegenteil. Aber in diesen drei Wochen gibt es nur eine Frage beim Blick aus dem Fenster: "Brauche ich Regenklamotten?". Und ja, bei strömendem Regen und Gegenwind mit dem Fahrrad viele Kilometer zu fahren und gleichzeitig nicht den Mut zu verlieren, kostet Überwindung. So durfte ich diese Woche, auf teilweise leeren Fahrradwegen, meinen inneren Schweinehund überwinden - dieses Gefühl, wenn die Nässe langsam von den Händen unter die Regenjacke kriecht und der Blick aus der völlig verschwommenen Brille versucht, den Radweg zu erkennen. Der Kampf bei den Windböen Spur zu halten und die Angst von einem, viel zu dicht fahrendem Auto, nicht gesehen zu werden, ja diese Gefühle kenne ich. Aber gleichzeitig darf ich nicht vergessen von dem Spaß zu erzählen, durch Pfützen zu fahren oder einen Slalom daraus zu machen, die Freude meine Lieblingsplätze (an denen oft so viel los ist) alleine zu haben, diese Glücksgefühle und unendliche Dankbarkeit, wenn man dann ankommt und sich in ein warmes und trockenes Zuhause einkuscheln kann. All diese Dinge hätte ich nicht gehabt, wenn ich Grenzen nicht überwinden würde und weiter in meiner Komfortzone leben würde.

Ich möchte euch ermutigen! Komfortzone kann jeder und ist langweilig! Probiert es doch mal aus und berichtet mir von euren Erfahrungen. Steigt über eure inneren Grenzen, wir sind zu viel mehr fähig, als wir denken. Trau es dir zu, wenn ich das geschafft habe, schaffst du es auch!

P.S. Meine Empfehlung, wenn du keine Lust auf nasse Schuhe und Haare hast: Regenjacke, Regenhose, Gamaschen und einen Überzieher für den Helm - dann bleibt alles trocken.

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