Drei Wochen später...

Image Written on 14.09.2019 by Alexander Walch
Team: Einhorn-Apotheke
Municipality: Speyer

Die letzten drei Wochen waren ein Flashback in meine Jugend- und Lehrzeit. Da war mein Fortbewegungsmittel Nummer 1 das Fahrrad. Von Speyer aus ging es Wochenends oft in die Pfalz zu Weinfesten und auch irgendwie zurück. Zur Schule, Freunden und weiteren Freizeitaktivitäten ging es mit dem Rad oder die Eltern hatten Fahrgemeinschaften aktiviert.
Und auch in den letzten drei Wochen ging mit dem Botendienst sehr viel auf dem E-Bike. Privat daneben noch alles mit dem Fahrrad.

Vorweg: Ich hätte gerne noch mehr Kilometer auf dem Rad gesammelt, allerdings hat mich eine Erkältung ziemlich erwischt und konnte die großen Touren in der letzten Woche nicht mit dem Rad fahren. Das finde ich sehr schade, ich hoffe aufs nächste Jahr.

Ein Lieferdienst mit dem E-Bike ist generell für jedes Unternehmen umsetzbar. Der Zeitgewinn innerhalb der Stadt und das hohe Klimanutzen sprechen für sich. In Speyer kommt man generell mit dem Rad gut durch. Es gibt natürlich Stellen, die besondere Vorsicht verlangen.

Mit einem S-Pedelec ist es auf der Straße etwas gefährlicher, der Grund dafür delikat. Das S-Pedelec ist vom Gesetz her ein Leichtkraftrad und darf nicht auf dem Radweg fahren. Das wiederum wissen einige Autofahrer nicht. Die sind der Meinung, dass ich auf den Radweg gehöre. Mitteilen tun sie das mit gefährlichem Schneiden, extremen Hupen, mit Brüllen aus dem Fenster oder eindeutigen Handzeichen. Meistens treffe ich die Leute ja an der nächsten Ampel wieder. Ich erläutere, dass ich nicht auf den Radweg darf, aber ob sie es Verstehen weiß ich nicht. Und ein Entschuldigung gab nie. Dafür ein "Es ist ja nichts passiert".

Ich war ja auch sehr viel in Gesprächen zum Thema Fahrrad. Es gibt auch viele Menschen, die kein Rad mehr fahren, weil sie Angst vor dem Verkehr haben. Oder auch die Menschen, die sich ein SUV kaufen, weil sie Angst vor dem Verkehr haben. Und nach drei Wochen voller Straßenduft um die Nase kann ich das noch mehr verstehen. Angst vor dem Verkehr.

Ich finde all die Aktionen um das Thema Fahrradstadt Speyer klasse. Allerdings gibt es noch viel mehr Verkehrsteilnehmer und es geht in Zukunft darum, für alle Verkehrsteilnehmer eine Lösung zu finden. Der einfachste Ansatz ist, dass sich zunächst mal jeder an die Verkehrsregeln hält. Das Fußgänger nicht aufs Handy starrend einfach so über die Straße laufen, Radfahrer die richtige Seite nutzen, Taxis das Thema Schrittgeschwindigkeit richtig definieren, Fahrradwege nicht mehr von Lieferdiensten zugeparkt werden oder Schwerkraftlkw's Mittags um 13h die Straßen verstopfen.

Wir brauchen Lösungen für alle, für den ganzen aufkommenden Verkehr. Damit sich Menschen sicher im Verkehr bewegen können. Dann nutzen auch bestimmt wieder mehr Menschen das Rad. Und das tun schon sehr viele. Vorhin zog sich der Abstellplatz vom Kaufhof runter bis zur Alten Münz. Überall Räder. Wirklich toll, wieviele auf dem Rad durch die Stadt rollen und es regelmäßig nutzen.

Nach den drei Wochen werden wir in der Einhorn-Apotheke weiter mit dem E-Bike ausfahren und die Autofahrten weiter reduzieren. Auch wen es nicht immer einfach ist.

Liebe Stadtradler, Danke dass Ihr mir und Lutz auf unseren Blogs gefolgt seid, hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin sicher - Wir sehen uns!

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